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Die Kegelschnecken (Conidae) sind räuberische Schnecken, die mit nur wenigen Ausnahmen in tropischen Meeren leben. Die rund 1000 Arten werden alle der Gattung Conus zugeordnet oder alternativ in 98 eigenständige Gattungen unterteilt, laut Philippe Bouchet (2015) aber in 8 rezente und 7 fossile Gattungen aufgeteilt, wobei etwa 760 Arten nach wie vor zur Gattung Conus gehören, die wiederum 57 Untergattungen umfasst.
Quellen: de.wikipedia.org
== Merkmale == Die meist nachtaktiven Kegelschnecken sind durchweg Fleischfresser. Viele Arten verbergen sich tagsüber im Schlamm- oder Sandboden. Die meisten Arten wie etwa der Mittelmeerkegel im Mittelmeer, Conus cedonulli in der Karibik und die Schwarzweiße Kegelschnecke im Indopazifik fressen Borstenwürmer, andere wie der Marmorkegel und der Weberkegel im Indopazifik sind auf Weichtiere spezialisiert und ernähren sich von anderen Schnecken, vereinzelt – so der Hermelinschwanz in der Karibik und die Tiefseekegelschnecke Profundiconus smirnoides – auch von Kopffüßern. Wieder andere Arten, die besonders gefährliche Gifte produzieren, fressen Fische. Zur Jagd benutzen die meisten von ihnen wie die Streifen-Kegelschnecke und der Zauberkegel im Indopazifik und der Hermelinschwanz in der Karibik eine Harpune, die sich aus einem Zahn der Radula entwickelt hat. Der Landkartenkegel und der Tulpenkegel im Pazifik betäuben dagegen die Fische zunächst mit Insulin, bevor sie sie verschlucken und im Maul mit giftigen Radulazähnen stechen. Die Radula der Kegelschnecken hat an der Spitze einen einzigen, nadelspitzen Zahn, der hohl ist und mit einer Giftdrüse in Verbindung steht. In einer Tasche befinden sich Reservezähne, da die Harpune, die durch den Rüssel in die Beute „geschossen“ wird, verloren ist. Die meisten Arten sind auf bestimmte Beute spezialisiert. Die Kalifornische Kegelschnecke, als einzige Kegelschnecke an der nordamerikanischen Pazifikküste heimisch, hat dagegen ein breiteres Beutespektrum und frisst neben Borstenwürmern, Fischen und Schnecken auch Muscheln und Krebse.
Quellen: de.wikipedia.org
Der Einsiedlerkrebs Trizopagurus strigatus benutzt als erwachsenes Tier nur die Gehäuse von Kegelschnecken, um seinen weichen Hinterleib zu schützen. Sein Körper ist besonders abgeflacht, um in die schmalen Öffnungen der Kegelschneckengehäuse zu passen.
Quellen: de.wikipedia.org
== Gift und Wirkung == Die Gifte der Kegelschnecken heißen Conotoxine und sind Nervengifte, die auch für den Menschen gefährlich sein können. Einige Arten können sogar tödlich sein. 1993 wurden 16 Todesfälle bekannt, von denen 12 auf Conus geographus zurückzuführen waren. Zwei tödliche Unfälle wurden von C. textile verursacht. Weitere gefährliche Kegelschnecken sind: C. aulicus, C. marmoreus, C. omaria, C.striatus und C. tulipa. Allgemein gelten die Toxine der Borstenwurm-Fresser als weniger gefährlich für den Menschen, während die Gifte der weichtier- und vor allem fischfressenden Arten zu schwereren Vergiftungen führen können. Dies liegt daran, dass der von der Schnecke getroffene vorbeischwimmende Fisch auf der Stelle tot sein muss – Schnecken sind langsam und können einen Fisch nicht noch mehrere hundert Meter weiterschwimmen lassen. Diese extrem giftigen Arten leben allerdings nicht im Flachwasser. Zu Tode kommen praktisch nur Taucher, die mit den Händen nach den Kegelschnecken greifen. Jede Art produziert einen Gift-Cocktail von bis zu mehreren hundert Oligopeptiden, also kurzen Aminosäureketten. Von diesen gibt es mehrere Klassen, die auf unterschiedliche Weise wirken, etwa indem sie bestimmte Rezeptoren für Neurotransmitter an den Synapsen der Nervenzellen oder aber Ionenkanäle blockieren. Erst das Zusammenspiel mehrerer Giftkomponenten macht die Conotoxine so effektiv und gefährlich. Antitoxine sind nicht bekannt. Opfer von Kegelschnecken können nur symptomatisch und intensivmedizinisch behandelt werden.
Quellen: de.wikipedia.org
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